Hubertus Bonaduz - Die Geschichte

Am 25. Mai 1941 versammelten sich in Reichenau 50 Jäger aus den Gemeinden Bonaduz, Sculms, Rhäzüns, Versam, Arezen, Tamins, Domat/Ems, Chur und Malix und gründeten den Jägerverein «Ringel». Fünf Tage später fand eine Vorstandssitzung unter der Leitung des Präsidenten Andreas Vieli statt, in welcher man den Verein in „Hubertus“ umtaufte, da bereits in Trin ein Jägerverein Ringel bestand.


Im August 1945 trennten sich die Rhäzünser Jäger von Hubertus und schlossen sich in der Jägersektion Miribi zusammen. Zehn Jahre später gründeten auch die Emser Jäger unter der Leitung von V. Juon als Präsident die Sektion Valaulta. Der noch junge Verein Miribi löste sich im Jahre 1956 wieder auf. Die Jäger traten wieder der Jägersektion Hubertus bei.
 

1956 war für Hubertus ein grosses Jahr! Man rief unter der Leitung des legendären Landamman A.C. Vieli die Veteranenlandsgemeinde (VLG) ins Leben. Diese wird bis heute im traditionellen zwei Jahres Rhythmus im Schiessstand Nulez durchgeführt.


Der Zusammenschluss und das Auseinandergehen nahm kein Ende. So äusserten die Rhäzünser erneut den Wunsch nach einer eigenen Jägersektion und gründeten diese im Sommer 1970.
 

1984 war ereignisreich! Es fand die 15. Veteranenlandsgemeinde mit gut 150 Schützen statt. Als Belohnung machten die Jäger eine zweitägige Tour von Thusis über den Glaspass nach Safien bis nach Bonaduz. Auch die Taminser vereinten sich in diesem Jahr in der Sektion Lavoi. Dies führte bei uns zu einer starken Mitgliederreduktion. Der Verein hatte noch 85 Mitglieder.
 

1991: Das 50.Jubiläum wurde mit einem grossen Fest gefeiert.


Bereits im Jahre 1999 nahm Erich Degiacomi die Thematik einer eigenen Schiessanlage auf. Sechs Jahre später wurde unter der Leitung seines Sohnes, Peter Degiacomi, eine Kommission für den Umbau des Schiesstandes gebildet.

 

2006 konnte die Schiessanlage mit 150 Meter Kugelanlage und einem Kipp-Hasenstand mit grossen Eigenleistungen und der Mithilfe der Nachbarsektion Lavoi erstellt werden. Diese Schiessanlage ist nun seit 10 Jahren in Betrieb und wird rege genutzt, so auch an der Jubiläums-VLG im Jahre 2014. An dieser schossen gut 150 Jägerinnen und Jäger den ebenfalls traditionsreichen «Munggen-Stich».

Der Jägerverein Hubertus heute

Die Sektion hat sich in den letzten Jahren zu einem äusserst aktiven Verein mit rund 80 Mitgliedern entwickelt. Diesen ist die Hege und Pflege der Lebensräume mit ihren Bewohnern, das Aufrechterhalten der Schiessfertigkeit, eine engagierte Beteiligung am Verbands- aber auch am Dorfleben sowie eine gute Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Vereinen gleichermassen wichtig.


Der Verein führt jährlich in Raum Bonaduz und Sculms drei Hegetage durch. Die in etwa 400 Stunden werden vorwiegend für die Biotop-Hege aufgewendet, aber auch das Verblenden von Wiesen, um Rehitze vor dem «Mähtot» zu retten, das Anbringen von «Respektiere deine Grenzen»-Tafeln oder das Erstellen eines Waldlehrpfades finden darin Platz. Jeweils am Hegetag im Oktober wird zusammen mit dem Naturverein das Flachmoor Vallatscha gepflegt.


Von April bis August arbeiten die Mitglieder als Jagdschützenmeister, Kassier oder Standaufsicht an den diensttäglichen öffentlichen Trainingsschiessen. Dank der guten Bewirtung im Nulez-Restaurant haben sich die Trainings zu einem gemütlichen Jägertreff entwickelt.


Über die Bezirksgrenzen hinaus ist der Verein insbesondere als Veranstalter der Jäger-Veteranen-Landsgemeinde bekannt. Diese wurde heuer zum 31. Mal durchgeführt. Für die Durchführung braucht es jeweils fast den gesamten Verein. Hubertus ohne die Landsgemeinde wäre kaum dankbar!


Seit dem letzten Jahr führt der Verein auch das traditionsreiche Freundschaftsschiessen in Nulez durch. An dieses werden seit 1965 Jäger/innen vorwiegend aus der Region zu einem Gruppenjagdschiessen eingeladen. Ferner kann die Schiessfertigkeit intern an der Vereinsmeisterschaft geübt werden.


Bei einer zweitätigen Wildbeobachtungstour im Raume Grossalp-Ringelspitzhütte-Hinteralp wird Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren die Tier- und Pflanzenwelt nähergebracht. Dabei wird den TeilnehmerInnen auch das jagdliche Tun auf verständliche Weise erklärt. Die Tour findet jährlich im Rahmen des Sommer(S)pass Bonaduz statt.


Für das Dorfleben ist Hubertus immer wieder zu einer Sonderleistung bereit – so 2014 am Dorffest. Kurzfristig wurden Freiwillige für das OK gefunden, welches zusammen mit der Guggenmusik und dem Fischerverein das In-Zelt des Dorffestes betrieb. Selbstverständlich partizipiert die Sektion mit einem Team am jährlichen Dorf-Volleyball-Turnier.


All dies und zwei Sektionsversammlungen sind möglich, weil ein Grossteil der Mitglieder, ob alt oder jung, tatkräftig am Vereinsleben partizipieren – aktuell plagen Hubertus keine Nachwuchsprobleme.


Aber auch, weil an diesen Anlässen und den zweijährlich alternativ zur VLG stattfindenden Familienabend und Vereinsreise die Geselligkeit nie zu kurz kommt – oft bis in die frühen Morgenstunden des Folgetages – wer’s nicht glaubt, soll bitte das nächste Freundschaftsschiessen oder die Veteranenlandsgemeinde 2018 besuchen.

Den 75. Geburtstag haben wir am Familienabend 2017 gehörig gefeiert.

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